Hallo und Herzlich Willkommen in Seelenfeld!

Aktuelles der Ortsheimatpflege

 

 

Die Chronik 2016 ist ab sofort bei Friedrich Dralle und Elke Stünkel zum Preis von 8.00 Euro erhältlich.

 

 

Seelenfeld entdecken!

Termine nach Vereinbarung bei Friedrich Dralle

Telefon 05705/7117

Wandern oder radeln Sie nach Absprache in Begleitung des Ortsheimat-pflegers oder einer Gästeführerin durch Seelenfeld und erfahren Sie viel Interessantes über den Ort oder lernen Sie bei einem Besuch die Königsmühle kennen.

Kosten auf Anfrage

 

Friedrich Dralle - Ortsheimatpfleger Seelenfeld

 

Friedrich_Dralle

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Als Heimatpfleger des wunderschönen Ortes Seelenfeld heiße ich Sie auf dieser Seite ganz herzlich willkommen. Mein Name ist Friedrich Dralle. Seit dem Jahr 2000 übe ich mein Amt mit Leidenschaft aus.

Sich ehrenamtlich um den Heimatort zu kümmern, hat in unserer Familie schon eine längere Tradition. Schon mein Vater war ein großer Fan der Heimatpflege – und zugleich ein Vorbild für mich. Ich bin quasi in seine Fußstapfen getreten. Und das Ausüben meines Amtes bereitet mir jederzeit viel Freude, denn Seelenfeld hat ein lebendiges Dorfleben mit vielen Traditionen und einer Menge Kultur.

In meiner mittlerweile elfjährigen Amtszeit habe ich dank der Unterstützung zahlreicher Helfer einiges auf den Weg bringen können. Zu den umfassenden Aufgaben meiner Tätigkeit zählen die Erarbeitung verschiedener Vereinsrückblicke, die Erstellung von Festreden oder auch deren Vortrag an den Jubiläumstagen.

Die spannendsten Events hierbei waren das 50-jährige Jubiläum des Schützenvereins Heidegruß und das zehnjährige Bestehen See- mannschor „Leichte Brise" im Jahr 2002; ein Jahr später das 90-jährige Bestehen der Frauenhilfe sowie im Jahr 2005 das 100-jährige Jubiläum unseres Seemannsvereins. Ein für mich ganz herausragendes Ereignis war das 275-jährige Jubiläum unserer Königsmühle, das wir im Jahr 2006 mit einer großen Feier begehen durften. Ein weiterer Part meines „Jobs" ist die Erstellung der Ortschronik. Aufbauend auf die alte Schulchronik haben wir 1992 zunächst in Teamarbeit eine neue Chronik unter dem Titel „Heidedorf Seelenfeld – 1282 – 1992" veröffentlicht. Seit 2000 gestalte ich die Chronik in Eigenregie.

 

Wie entsteht so eine Chronik?

Zunächst sammele ich alles, was in unserem Ort geschieht. Belege dafür können sein: Zeitungsberichte, örtliche Rundschreiben oder auch Fotos.Auch eigenem Berichte fließen ein.Wenn alle Informationen zusammen getragen wurden, hefte ich sie nach Datum sortiert in einen Ordner. Ist das Jahr zu Ende, wird aus all den gesammelten Werken dann die Chronik gedruckt. Man kann sie sich vorstellen wie ein Buch. Sie hat etwa 120 Seiten und erscheint in einerAuflage von 90 Exemplaren.

Zu einem Preis von sieben Euro verkaufe ich sie an alle, die sich für Seelenfeld interessieren. Inzwischen liegen von allen Jahren meiner Amtszeit von 2000 bis heute die Jahreschroniken vor. 44 Haushalte sind im Besitz des kompletten Chroniksatzes (2000 bis 2010). Bei rund 300 Einwohnern ist das eine stolze Anzahl wie ich finde. Das rege Interesse an der Chronik bestätigt die Kulturgemeinschaft – und auch mich in meiner Arbeit.

Und so wird sie auch in den kommenden Jahren weiter erstellt und angeboten. Wer Ortsheimatpfleger wird, ist automatisch auchMitglied der Kulturgemeinschaft. Das ist mein zweites Amt. Die Kulturgemeinschaft hat verschiedene Aufgaben:

Dazu zählen unter anderem die Dorfplatz- und Sitzeckenpflege oder die Instandhaltung des Kinderspielplatzes. Eine Hauptaufgabe ist immer die Pflege der Königsmühle. Sie ist (und bleibt) das Wahrzeichen unseres Dorfes. Weitere Projekte laufen. 2002 wurde von Stadtheimatpfleger Heinrich Rötger die Erstellung eines Flurnamenkatasters angeregt. Flurnamen sind alte Namensgebungen für bestimmte Gebiete eines Ortes. So gibt es in Seelenfeld über 40 bekannte Flurnamen.

„Auf dem Berge", „Im Karkhoff" oder „Im Grünen" sind einige von ihnen. In einem Kataster, was so etwas wie ein Buch ist, werden die verschiedenen Flurnamen erklärt - woher sie kommen und was sie bedeuten. Die Ortsheimatpfleger der einzelnen Ortschaften wurden damals mit der Ermittlung der verschiedenen Flurnamen beauftragt. Eine Fleißaufgabe: Ich recherchierte intensiv in alten Ortsplänen.

Auch die Seelenfelder Bürger befragte ich. Am Ende konnte ich zu den zwölf bekannten Flurnamen aus dem Plan noch 34 weitere hinzufügen. Nachdem ich mich wochenlang damit beschäftigt hatte, kam mir die Idee, die Erkenntnisse an alle Seelenfelder weiterzugeben.Wie sich zeigen sollte, war das eine sehr gute Idee. Ich baute einen aktuellen Ortsplan mit allen mir bekannten Flurnamen in die Ortschronik ein. So konnte sich jeder ein Bild von den vielen und auch witzigen Bezeichnungen in unserem Dorf machen.

Aber viel spannender war es natürlich, diese Namen nicht nur schwarz auf weiß zu lesen, sondern sich die Gebiete anzugucken, die so ausgefallene und teilweise skurrile Namen hatten. Das geschah 2002 mit einem Dorfspaziergang. Unterdem Namen „Flurnamen in Seelenfeld" machten sich rund 60 Teilnehmer auf den Weg.

Es ging über Stock und Stein, durch Wald und Wiese. Vor Ort stellte ich dann die einzelnen Flurnamen vor. Der Spaziergang kam sehr gut an. Und es folgten weitere – immer unter einem neuen Motto.

►2004: „Schnatgang entlang der Grenze zwischenWestfalen und Niedersachsen"

►2007: „Pattwege und Unser Dorf hat Zukunft"

►2009: „Bäche und Gräben in Seelenfeld"

►2011: „Jagd und Hund"

Es ist geplant, diesen lieb gewonnenen Brauch auch in den kommenden Jahren beizubehalten.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß beim Stöbern auf unserer Homepage. Schauen Sie doch mal vorbei – bei uns in Seelenfeld.

 

Ihr Friedrich Dralle

-Ortsheimatpfleger-